Branchenprofil Maschinen- und Anlagenbau
Mit modernen Software- und Systemlösungen treiben wir die Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau gezielt voran – von vernetzter Automatisierung bis zu Industrial IoT. Unsere technische Tiefe ermöglicht es, komplexe Komponenten intelligent zu orchestrieren und robuste, echtzeitfähige Gesamtsysteme zu realisieren.
Vernetzte Engineering-Prozesse – von CAD bis digitaler Zwilling
Wir schaffen durchgängige Lösungen, die CAD-, CAM- und Simulationsdaten effizient mit nachgelagerten Systemen verbinden. Unsere Technologie erlaubt es, CAD/CAM-Modelle webbasiert darzustellen, zu bearbeiten und weltweit verfügbar zu machen – geräteunabhängig und ohne teure Konstruktionslizenzen.
Daten lassen sich direkt im Browser manipulieren, in Echtzeit als Vektorgrafik rendern und anschliessend strukturiert ins Quellsystem zurückführen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für die interne Zusammenarbeit, die Integration in MES-Systeme sowie Produktkonfiguratoren für Vertrieb und Endkunden. Der digitale Zwilling wird so zum zentralen Bindeglied zwischen Entwicklung, Fertigung und Betrieb.


Moderne HMIs für komplexe Maschinenwelten
Effiziente Maschinenbedienung beginnt mit durchdachten Mensch-Maschine-Schnittstellen. Wir entwickeln moderne HMI-Lösungen, die sich flexibel in Ihre Steuerungstechnik und Systemlandschaft integrieren – lokal, webbasiert oder mobil.
Mit unseren HMI No-Code Frameworks können Bedienoberflächen ganz ohne Programmierkenntnisse erstellt und angepasst werden. Per Drag-and-Drop lassen sich Elemente, Visualisierungen und Logik individuell zusammenstellen – ideal für eigene Bedienphilosophien, wechselnde Anforderungen oder die schnelle Anpassung im Feld. Das reduziert Abhängigkeiten von herkömmlichen Anbietern und erhöht Ihre Gestaltungsfreiheit.
Softwarearchitektur trifft industrielle Realität
Wir entwickeln modulare Softwarelösungen für den Maschinen- und Anlagenbau, die sich nahtlos in Ihre bestehende Umgebung integrieren. Ob Schnittstellen zu MES, ERP und Steuerungen, digitale Assistenzsysteme, Visualisierungsplattformen oder skalierbare Konfiguratoren – unsere Architekturen sind offen, wartbar und für den industriellen Einsatz optimiert.
Wir kombinieren moderne Web- und Kommunikationstechnologien wie OPC UA, MQTT oder REST-APIs mit einem tiefen Verständnis für industrielle Anforderungen. So entstehen robuste, zukunftssichere Anwendungen, die echten Mehrwert schaffen – von der Idee bis zum produktiven Einsatz.

Unsere Leistungen im Detail
Webbasierte CAD/CAM-Integration und 3D-Visualisierung
Browserbasierte Modellanzeige und -bearbeitung
- Plattformunabhängige Darstellung: 2D- und 3D-CAD-Daten werden ohne lokale Installation direkt im Browser visualisiert. Dies ermöglicht standortunabhängigen Zugriff auf Modelle und reduziert Lizenz- und IT-Infrastrukturkosten.
- Echtzeitfähige Bearbeitung: 3D-Modelle lassen sich performant im Browser drehen, messen, kommentieren und anpassen, unterstützt durch moderne Vektorgrafik- und Rendering-Technologien.
- Formatvielfalt: Unterstützung gängiger Austauschformate wie STEP, STL, IGES sowie nativer Formate (z.B. SolidWorks, NX) gewährleistet hohe Kompatibilität mit bestehenden Engineering-Umgebungen.
Datenrückführung und Systemintegration
- Synchronisation mit PDM-/PLM-Systemen: Änderungen an CAD-Modellen werden automatisch versioniert und in die entsprechenden Produktdatenmanagement-Systeme zurückgeführt.
- Automatisierte Versionierung und Metadaten-Mapping: Prozesse zur Datenkonsistenz und Rückverfolgbarkeit werden automatisiert, um Fehlerquellen zu minimieren.
- Systemanbindung: Direkte Schnittstellen zu ERP-, MES- und Konfiguratorsystemen sorgen für einen durchgängigen Informationsfluss von der Konstruktion bis zur Fertigung.
Digitale Zwillinge und Produktkonfiguratoren
- Interaktive digitale Zwillinge: Virtuelle Abbildung von Anlagen, Maschinen oder Produkten zur Visualisierung, Simulation und Analyse von Aufbau, Verhalten und Abhängigkeiten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.
- Echtzeit-Konfiguration von Produkten: Direkte Konfiguration von Produkten durch Kunden, Vertrieb oder Engineering mit sofortiger Visualisierung von Varianten, Optionen und Auswirkungen auf Funktion, Aufbau oder Design.
- Automatische Variantenlogik: Einsatz regelbasierter oder KI-gestützter Logiken zur automatischen Validierung zulässiger Kombinationen, zur Reduktion von Konfigurationsfehlern und zur Beherrschung komplexer Variantenvielfalt.
- Durchgängige Datenkopplung: Anbindung digitaler Zwillinge und Konfiguratoren an Produktdaten, Stücklisten, Parameter und technische Regeln zur Sicherstellung konsistenter und aktueller Darstellungen.
- Simulation technischer Eigenschaften: Nutzung digitaler Zwillinge zur Simulation von Bewegungen, Abläufen, Belastungen oder Abhängigkeiten als Entscheidungsgrundlage in Entwicklung, Vertrieb und Betrieb.
- Integration in Vertriebs- und Engineering-Prozesse: Einbindung von Konfiguratoren in Angebots-, Planungs- und Engineering-Workflows zur Reduktion manueller Übergaben und Medienbrüche.
- Skalierbarkeit von einfachen Konfiguratoren bis zu komplexen Produktwelten: Nutzung eines einheitlichen Ansatzes für einfache Variantenkonfigurationen ebenso wie für hochkomplexe, regelgetriebene Produktportfolios.
- Lifecycle-Begleitung durch digitale Zwillinge: Einsatz digitaler Zwillinge nicht nur in der Planung, sondern auch für Betrieb, Service, Schulung und Weiterentwicklung von Produkten und Anlagen.
2D-Schemazeichnungen und technische Dokumentation
- Erstellung präziser 2D-Schemata: Technische Anlagen, Maschinen oder Systeme werden als exakte 2D-Schemazeichnungen im PDF- oder DXF-Format visualisiert und für Konstruktion, Fertigung oder Dokumentation bereitgestellt.
- Automatisch generierte Stücklisten: Detaillierte Material- und Komponentenlisten werden automatisiert erstellt und unterstützen Beschaffung, Kalkulation und Montageprozesse.
- Transparente Kostenabschätzung: Alle relevanten Konstruktions- und Planungsdaten werden so aufbereitet, dass eine präzise und nachvollziehbare Kostenbewertung möglich ist.
- Kompatible Datenintegration: Offene Austauschformate (DXF, STEP, PDF) ermöglichen eine nahtlose Einbindung in bestehende CAD-, PDM- oder ERP-Systeme.
- Effizienz durch Automatisierung: Automatisierte Workflows reduzieren den Aufwand bei der Erstellung, Aktualisierung und Verwaltung technischer Dokumente und schaffen konsistente, stets aktuelle Datengrundlagen.
- Erweiterbare Variantenlogik: Optional können regelbasierte oder KI-gestützte Prozesse zur Variantenableitung und Dokumentenaktualisierung integriert werden.
Moderne HMI-Lösungen und Bedienkonzepte
Framework-basierte HMI-Entwicklung
- Adaptive Web-HMIs: Entwicklung flexibler und moderner Bedienoberflächen mit Frameworks wie WPF, Blazor, Angular, Vue.js, React oder Qt zur Umsetzung leistungsfähiger und wartbarer HMI-Lösungen.
- Responsive Designs: Automatische Anpassung von Bedienoberflächen an Touchpanels, Tablets und Desktop-PCs zur konsistenten Nutzererfahrung über unterschiedliche Endgeräte hinweg.
- Industrieprotokolle: Direkte Anbindung von HMIs über OPC UA oder MQTT zur sicheren, standardisierten und herstellerunabhängigen Kommunikation mit SPS- und Steuerungssystemen.
- Trennung von Darstellung und Logik: Klare Entkopplung von UI, Applikationslogik und Datenanbindung zur Erhöhung von Wartbarkeit, Testbarkeit und Austauschbarkeit der Benutzeroberfläche.
- Komponentenbasierte UI-Architektur: Aufbau wiederverwendbarer UI-Komponenten zur konsistenten Gestaltung und effizienten Weiterentwicklung komplexer HMI-Anwendungen.
- Echtzeitfähige Datenvisualisierung: Darstellung von Prozess- und Zustandsdaten mit geringer Latenz unter Berücksichtigung von Aktualisierungsraten, Datenvolumen und Systemlast.
- Benutzer- und Rechtekonzepte: Integration rollenbasierter Zugriffskontrollen zur sicheren Bedienung unterschiedlicher Nutzergruppen innerhalb industrieller Anwendungen.
- Mehrsprachigkeit und Internationalisierung: Unterstützung mehrsprachiger Benutzeroberflächen und lokalisierter Inhalte ohne strukturelle Änderungen an der Applikation.
- Deployment- und Updatefähigkeit: Bereitstellung und Aktualisierung von HMI-Anwendungen über standardisierte Deployment-Mechanismen zur Unterstützung kurzer Änderungszyklen und wartungsarmer Systeme.
No-Code HMI Frameworks
- Produktisiertes No-Code-HMI-Framework: Bereitstellung eines fertigen, sofort einsetzbaren No-Code-HMI-Frameworks mit vordefinierten Basis-HMI-Komponenten zur schnellen Umsetzung standardisierter Bedienoberflächen ohne klassische Softwareentwicklung.
- Drag-and-Drop-Konfiguration: Erstellung und Anpassung von HMI-Oberflächen über grafische Editoren und Konfigurationsmodelle zur deutlichen Reduktion von Entwicklungsaufwand und Abhängigkeit von Softwareentwicklungsressourcen.
- Standardisierte Basis-Komponenten: Nutzung eines fest definierten Katalogs an Basis-HMI-Komponenten wie Anzeigen, Bedienelementen und Statusvisualisierungen zur konsistenten und wartbaren Umsetzung typischer Maschinen- und Anlagenbedienungen.
- Rollen- und Prozesskonfiguration: Konfigurierbare Benutzerrollen, Berechtigungen und Prozessabläufe, die ohne Eingriff in den Quellcode angepasst werden können und klaren Governance-Vorgaben folgen.
- Erweiterbarkeit durch kundenspezifische Komponenten: Möglichkeit zur Entwicklung individuell angepasster oder projektspezifischer HMI-Komponenten als kostenpflichtige Erweiterungen auf Basis des bestehenden Frameworks.
- Klare Abgrenzung zu individueller HMI-Entwicklung: Fokus auf Konfiguration statt kundenspezifischer Entwicklung, wobei komplexe oder hochspezialisierte Anforderungen bewusst ausserhalb des No-Code-Frameworks umgesetzt werden.
- Versionierung und kontrollierte Updates: Zentrale Pflege, Versionierung und Updatefähigkeit des Frameworks zur Sicherstellung langfristiger Wartbarkeit und kontrollierter Weiterentwicklung über Produktgenerationen hinweg.
HMI-Betriebsintegration und Servicezugänge
- Flexible Hosting- und Betriebsmodelle: Betrieb von HMI-Lösungen auf Edge-Geräten, industriellen Bedienpanels oder Cloud-Plattformen abhängig von Latenzanforderungen, Sicherheitsvorgaben und Infrastrukturgegebenheiten.
- Sicherheits- und Zugriffskonzepte im Betrieb: Umsetzung kontrollierter Zugriffsmechanismen mit Authentifizierung, rollenbasierten Berechtigungen und nachvollziehbarem Logging zur sicheren Nutzung im laufenden Betrieb.
- Remote-Zugänge für Service und Wartung: Bereitstellung sicherer Fernzugriffe für Wartung, Support und Schulung zur Reduktion von Stillstandszeiten und zur beschleunigten Fehleranalyse.
- Trennung von Betrieb und HMI-Erstellung: Klare Abgrenzung zwischen HMI-Konfiguration bzw. -Entwicklung und dem produktiven Betrieb, sodass Änderungen kontrolliert, nachvollziehbar und ohne Beeinträchtigung des Systems erfolgen.
- Service- und Supportfähigkeit im Feld: Unterstützung von Diagnose-, Monitoring- und Servicezugängen zur nachhaltigen Betreuung von Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg.
- Integration in bestehende IT- und OT-Landschaften: Einbindung von HMIs in vorhandene Netzwerk-, Sicherheits- und Betriebsstrukturen ohne Abhängigkeit von der gewählten HMI-Erstellungsform.
Integration industrieller Softwarelandschaften
MES-/ERP-Schnittstellen und Prozessdatenabgleich
- Standardisierte Schnittstellen: Nutzung standardisierter REST-, SOAP- und OPC UA-Schnittstellen zur zuverlässigen, sicheren und systemübergreifenden Kommunikation zwischen Produktionssystemen, HMIs und übergeordneten IT-Systemen.
- ERP- und MES-Integration: Integration von ERP- und MES-Systemen zur auftragsbasierten Steuerung von Produktionsprozessen sowie zur Erfassung von Betriebs-, Maschinen- und Prozessdaten zur Verbesserung von Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Produktionsplanung.
- Bidirektionaler Datenaustausch: Unterstützung von Rückmeldungen aus der Produktion an MES- und ERP-Systeme sowie von Planungs- und Steuerungsdaten aus der IT-Ebene in die Fertigung.
- Prozess- und Zustandsdatenaggregation: Strukturierte Erfassung, Verdichtung und Aufbereitung von Maschinen- und Prozessdaten zur Weiterverarbeitung in Analyse-, Reporting- oder Optimierungssystemen.
- Ereignis- und statusbasierte Kommunikation: Nutzung ereignisgesteuerter Datenmodelle zur zeitnahen Abbildung von Produktionszuständen, Störungen und Fortschritten entlang der Wertschöpfungskette.
- Datenkonsistenz und Synchronisation: Sicherstellung konsistenter Datenstände zwischen Shopfloor und IT-Systemen durch definierte Synchronisationsmechanismen und klare Datenhoheiten.
- Integration in bestehende IT- und OT-Landschaften: Anbindung an vorhandene Systemlandschaften unter Berücksichtigung von Sicherheits-, Netzwerk- und Betriebsanforderungen ohne tiefgreifende Eingriffe in bestehende Systeme.
Datenarchitekturen und IoT-Plattformen
- Cloudbasierte Datenbereitstellung: Zentrale Erfassung, Speicherung und Bereitstellung von Betriebs-, Maschinen- und Sensordaten zur Nutzung in Analyse-, Visualisierungs- und Optimierungsszenarien über den gesamten Lebenszyklus hinweg.
- Standardisierte Datenmodelle und Schnittstellen: Einsatz einheitlicher Datenmodelle und standardisierter Schnittstellen zur skalierbaren, systemübergreifenden Integration von Maschinen, Anlagen und IT-Systemen.
- IoT-Integration bestehender Systeme: Flexible Anbindung vorhandener IoT-Ökosysteme und Plattformen zur Erweiterung bestehender Systemlandschaften und zur Unterstützung neuer digitaler Geschäftsmodelle.
- Edge- und Cloud-Kombinationen: Architekturkonzepte zur sinnvollen Aufteilung von Datenverarbeitung zwischen Edge-Systemen und Cloud-Plattformen zur Reduktion von Latenzen und Datenvolumen.
- Ereignis- und datenstrombasierte Architekturen: Nutzung von Event-Driven- und Streaming-Ansätzen zur zeitnahen Verarbeitung, Weiterleitung und Analyse kontinuierlicher Datenströme aus der Produktion.
- Skalierbarkeit und Mandantenfähigkeit: Auslegung von Datenarchitekturen für wachsende Datenmengen, mehrere Anlagen, Standorte oder Kunden bei klarer Trennung von Daten und Verantwortlichkeiten.
- Datenqualität und Datenhoheit: Sicherstellung konsistenter, valider und nachvollziehbarer Daten durch definierte Datenverantwortlichkeiten, Validierungsmechanismen und Governance-Strukturen.
- Sicherheit und Zugriffskontrolle auf Datenebene: Umsetzung rollenbasierter Zugriffe, Mandantentrennung und sicherer Datenübertragung innerhalb industrieller IoT-Architekturen.
- Integration von Analyse- und Optimierungsdiensten: Vorbereitung der Datenarchitektur für Advanced Analytics, KI-Modelle und Optimierungsalgorithmen ohne strukturelle Änderungen an der Datenerfassung.
Automatisierung von Workflows und Interaktionen
- Zustandsbasierte Prozessketten: Automatisierte Steuerung durchgängiger Fertigungs-, Service- und Freigabeprozesse auf Basis klar definierter Zustände, Übergänge und Abhängigkeiten über Systemgrenzen hinweg.
- Reduktion manueller Eingriffe: Minimierung manueller Tätigkeiten durch automatisierte Abläufe zur Senkung von Fehlerquoten, zur Beschleunigung von Reaktionszeiten und zur Erhöhung der Prozessstabilität.
- Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Einsatz intelligenter Benachrichtigungs-, Logging- und Statusmechanismen zur lückenlosen Verfolgung von Prozesszuständen und Ereignissen im laufenden Betrieb.
- Ereignisgesteuerte Interaktionen: Nutzung ereignisbasierter Architekturen zur automatischen Auslösung von Aktionen bei definierten Zustandsänderungen, Störungen oder Schwellenwertüberschreitungen.
- Systemübergreifende Orchestrierung: Koordination von Abläufen über MES-, ERP-, IoT- und Servicesysteme hinweg zur konsistenten Umsetzung komplexer End-to-End-Prozesse.
- Konfigurierbare Workflow-Logik: Anpassung von Prozesslogiken über Konfigurationsmodelle statt Codeänderungen zur schnellen Reaktion auf organisatorische oder fachliche Änderungen.
- Fehlerbehandlung und Eskalationsmechanismen: Definierte Ausnahmebehandlungen, Eskalationspfade und automatische Wiederanläufe zur robusten Abwicklung auch bei Störungen oder Teilfehlern.
- Audit- und Compliance-Fähigkeit: Vollständige Protokollierung von Prozessschritten, Entscheidungen und Zustandswechseln zur Unterstützung von Audits, Nachweispflichten und regulatorischen Anforderungen.
Visualisierung, Analyse und Assistenzsysteme
Betriebsdatenvisualisierung & Dashboards
- Live-Visualisierung von Betriebsdaten: Echtzeitdarstellung von Maschinen-, Anlagen- und Prozessdaten mit Visualisierungswerkzeugen wie Grafana, Plotly und Highcharts zur unmittelbaren Transparenz des laufenden Betriebs.
- Kontextabhängige UI-Elemente: Dynamische und situationsabhängige Darstellungen wie Trendanalysen pro Artikelnummer, Auftrag oder Maschine zur gezielten Unterstützung operativer Entscheidungen.
- KPI-Monitoring: Transparente Darstellung zentraler Kennzahlen wie Verfügbarkeit, Taktzeit, Auslastung oder Stillstandszeiten zur kontinuierlichen Bewertung von Leistung und Effizienz.
- Rollen- und zielgruppenspezifische Dashboards: Anpassung von Dashboards an unterschiedliche Nutzergruppen wie Bedienung, Schichtleitung, Instandhaltung oder Management zur fokussierten Informationsbereitstellung.
- Historische Datenanalyse und Zeitreihenvergleiche: Kombination von Live-Daten mit historischen Verläufen zur Erkennung von Trends, Abweichungen und schleichenden Veränderungen im Produktionsprozess.
- Drill-down- und Detailansichten: Navigation von aggregierten Kennzahlen bis auf Maschinen-, Sensor- oder Ereignisebene zur schnellen Ursachenanalyse bei Auffälligkeiten.
- Grenzwert- und Statusvisualisierung: Visuelle Hervorhebung von Grenzwertüberschreitungen, Abweichungen und kritischen Zuständen zur schnellen Erfassung relevanter Handlungsbedarfe.
- Skalierbare Dashboard-Architekturen: Nutzung einheitlicher Dashboard-Konzepte für einzelne Maschinen ebenso wie für Linien, Werke oder standortübergreifende Auswertungen.
Digitale Assistenzsysteme
- Interaktive Anleitungen: Bereitstellung kontextbezogener Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Unterstützung von Montage-, Service- und Qualitätsprozessen mit klarer Benutzerführung und reduzierter Fehleranfälligkeit.
- Mobile Checklisten und Datenerfassung: Nutzung tablet- oder mobilbasierter Eingabemasken zur strukturierten Durchführung, Dokumentation und Nachverfolgung von Arbeitsschritten direkt am Einsatzort.
- Sensorintegration: Einbindung von Audio-, Kamera- und weiteren Sensorsystemen zur automatisierten Unterstützung, Validierung oder Dokumentation von Arbeitsprozessen.
- Kontext- und situationsabhängige Assistenz: Dynamische Anpassung von Anleitungen und Informationen basierend auf Maschinenzustand, Prozessschritt, Benutzerrolle oder Umgebungsparametern.
- Rollen- und qualifikationsabhängige Inhalte: Bereitstellung differenzierter Assistenzinhalte abhängig von Erfahrung, Qualifikation oder Zuständigkeit der Nutzenden zur gezielten Unterstützung ohne Überinformation.
- Mediengestützte Assistenzformate: Integration von Bildern, Videos, Animationen oder schematischen Darstellungen zur besseren Verständlichkeit komplexer Arbeitsschritte.
- Rückmeldung und Fortschrittsverfolgung: Erfassung von Status, Ergebnissen und Abweichungen während der Durchführung zur lückenlosen Dokumentation und Prozessrückverfolgbarkeit.
- Offline-Fähigkeit und robuste Nutzung: Auslegung von Assistenzsystemen für den Einsatz in Produktions- und Serviceumgebungen mit eingeschränkter oder unterbrochener Netzverbindung.
Qualitäts- und Prozessdatenanalyse
- Analyse von Prüf- und Messdaten: Detaillierte Auswertung von Prüf-, Mess- und Prozessdaten zur Identifikation von Qualitätsabweichungen, zur Ursachenanalyse und zur kontinuierlichen Verbesserung von Produkten und Prozessen.
- Statistical Process Control (SPC): Einsatz statistischer Verfahren und offener Tools zur Überwachung von Prozessstabilität, Streuung und Trends sowie zur frühzeitigen Erkennung von Abweichungen.
- Kombinierte Datenauswertung: Zusammenführung und Analyse heterogener Datenquellen wie Bilddaten, OCR-Ergebnisse und Sensordaten zur ganzheitlichen Bewertung komplexer Qualitäts- und Prozesszusammenhänge.
- Zeitreihen- und Trendanalysen: Untersuchung zeitlicher Verläufe zur Erkennung schleichender Veränderungen, Drift-Effekte oder wiederkehrender Muster im Produktionsprozess.
- Ursachen- und Korrelationsanalysen: Identifikation von Zusammenhängen zwischen Prozessparametern, Umgebungsbedingungen und Qualitätsmerkmalen zur gezielten Optimierung kritischer Einflussgrössen.
- Automatisierte Anomalieerkennung: Nutzung regelbasierter oder datengetriebener Verfahren zur automatischen Erkennung ungewöhnlicher Muster, Ausreisser oder Prozessabweichungen.
- Qualitätskennzahlen und Reporting: Ableitung und Bereitstellung aussagekräftiger Qualitätskennzahlen zur transparenten Bewertung von Prozessfähigkeit und Produktqualität.
- Rückkopplung in operative Prozesse: Nutzung von Analyseergebnissen zur gezielten Anpassung von Parametern, Arbeitsanweisungen oder Assistenzsystemen zur nachhaltigen Prozessverbesserung.
Funktionale Sicherheit nach IEC 61508 und branchenspezifischen Normen
Softwareentwicklung für sicherheitsrelevante Anwendungen
- Embedded- und SPS-Softwareentwicklung: Entwicklung sicherheitsgerichteter Software auf Mikrocontroller-, Embedded- und SPS-Ebene unter konsequenter Anwendung strukturierter Entwicklungsprozesse und durchgängiger Rückverfolgbarkeit von Anforderungen bis zum Code.
- Normgerechte Umsetzung sicherheitskritischer Software: Einsatz etablierter Werkzeuge und Methoden wie SafeGCC, Polyspace, MISRA-C-Checkern, DOORS, Polarion und Jira zur Einhaltung normativer Vorgaben und zur systematischen Absicherung von Codequalität und Sicherheitsanforderungen.
- Verifikation und Validierung sicherheitsrelevanter Funktionen: Planung und Durchführung aller sicherheitsrelevanten Tests, Analysen und Reviews inklusive statischer Analyse, dynamischer Tests und Code-Coverage-Analysen zur normkonformen Nachweisführung.
- Defensive Programmierung und Fehlerbeherrschung: Umsetzung robuster Programmieransätze zur kontrollierten Behandlung von Fehlern, Grenzfällen und Ausnahmezuständen unter Berücksichtigung sicherheitsgerichteter Anforderungen.
- Rückverfolgbarkeit und Nachweisdokumentation: Sicherstellung der vollständigen Traceability zwischen Anforderungen, Architektur, Implementierung, Tests und Ergebnissen als Grundlage für Audits, Bewertungen und Zertifizierungen.
- Integration in bestehende Sicherheitslebenszyklen: Einbettung der Softwareentwicklung in übergeordnete Sicherheits- und Entwicklungslebenszyklen ohne Bruch zwischen Engineering, Qualitätssicherung und formaler Nachweisführung.
Ganzheitliche Projektbegleitung von der Idee bis zur Abnahme
- Entwicklung von Sicherheitskonzepten und -architekturen: Erarbeitung ganzheitlicher Sicherheitskonzepte, Sicherheitsarchitekturen und technischer Spezifikationen gemäss IEC 61508 sowie verwandter Normen wie ISO 13849, IEC 62061 und ISO 26262 unter Berücksichtigung von System-, Hardware- und Softwareaspekten.
- Risikobewertungen und Gefahrenanalysen: Durchführung strukturierter Risiko- und Gefahrenanalysen wie HARA, HAZOP, FMEA, FMEDA und FTA zur systematischen Identifikation, Bewertung und Beherrschung sicherheitsrelevanter Risiken.
- Ableitung und Management von Sicherheitsanforderungen: Übersetzung identifizierter Risiken in klare, prüfbare Sicherheitsanforderungen inklusive SIL-Einstufung, Allokation auf Systemebenen und Nachverfolgbarkeit über den gesamten Lebenszyklus.
- Begleitung von Verifikation und Validierung: Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Bewertung sicherheitsrelevanter Verifikations- und Validierungsaktivitäten als Grundlage für formale Nachweise und Freigaben.
- Abnahme- und Zertifizierungsunterstützung: Fachliche und organisatorische Begleitung von Abnahmen und Zertifizierungen durch benannte Stellen wie TÜV oder DEKRA inklusive Vorbereitung der Unterlagen, Begleitung von Audits und Bearbeitung von Findings.
- Koordination aller Safety-relevanten Rollen: Unterstützung bei der Abstimmung zwischen Entwicklung, Qualitätssicherung, Management und externen Prüfstellen zur konsistenten Umsetzung der funktionalen Sicherheit im Projekt.
Hardwareintegration durch das Partnernetzwerk SeSaMe
- Zusammenarbeit im spezialisierten Safety-Partnernetzwerk: Enge Kooperation mit ausgewählten Partnern aus dem eigenen Safety-Netzwerk SeSaMe (Security & Safety Management and Engineering) zur ganzheitlichen Umsetzung funktionaler Sicherheitslösungen.
- Auswahl und Integration zertifizierter Hardwarekomponenten: Technische Bewertung, Beschaffung und Integration sicherheitszertifizierter Komponenten wie Safety-Relais, Sensoren und Controller unter Berücksichtigung normativer Anforderungen und Systemarchitekturen.
- Gemeinsame Entwicklung von Sicherheitsarchitekturen: Kooperative Ausarbeitung von Sicherheitsarchitekturen inklusive Schaltplänen, Hardware-Layout, Diagnosekonzepten und Schnittstellenabstimmung zwischen Hardware und Software.
- Prüfstände, Prototypentests und Freigaben: Betreuung und Begleitung von Prüfständen, Prototypentests und funktionalen Sicherheitsfreigaben zur Absicherung des Gesamtsystems vor Serien- oder Feldfreigabe.
- Abstimmung von Hardware- und Software-Safety: Koordinierte Integration von Hardware- und Software-Sicherheitsmechanismen zur konsistenten Umsetzung des Sicherheitskonzepts über alle Systemebenen hinweg.
Safety Management & Dokumentation
- Safety Management Plan (SMP): Aufbau, Pflege und projektspezifische Anpassung eines Safety Management Plans zur strukturierten Steuerung aller sicherheitsrelevanten Aktivitäten über den gesamten Sicherheitslebenszyklus hinweg.
- Begleitende Qualitätssicherung und Reviews: Durchführung und Koordination normkonformer Reviews, Assessments und Freigaben gemäss IEC 61508 und branchenspezifischen Vorgaben zur kontinuierlichen Absicherung von Prozess- und Ergebnisqualität.
- Erstellung sicherheitsrelevanter Nachweisdokumentation: Erstellung, Pflege und Konsolidierung sämtlicher sicherheitsrelevanter Nachweisdokumente zur Einreichung bei Prüfinstitutionen oder zur Vorbereitung interner und externer Audits.
- Unterstützung bei SIL- und PL-Bewertungen: Fachliche Begleitung bei der Bestimmung von Safety Integrity Levels (SIL) und Performance Levels (PL) sowie beim rechnerischen und argumentativen Nachweis der Wirksamkeit von Sicherheitsfunktionen.
- Rollen- und Verantwortlichkeitsmanagement: Definition, Abstimmung und Dokumentation sicherheitsrelevanter Rollen und Verantwortlichkeiten zur klaren Verankerung von Safety-Aufgaben im Projekt.
- Audit- und Zertifizierungsvorbereitung: Strukturierte Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung von Audits und Zertifizierungen inklusive Umgang mit Findings, Massnahmenverfolgung und Abschlussdokumentation.
Projektbegleitung, Betrieb und Weiterbildung
Agile Projektabwicklung
- Einsatz moderner agiler Methoden und Werkzeuge: Umsetzung agiler Entwicklungs- und Projektmethoden mit Werkzeugen wie Azure DevOps, Jira, GitLab, GitHub und Confluence zur transparenten Planung, Nachverfolgung und Steuerung von Aufgaben, Fortschritt und Abhängigkeiten.
- Kurze Feedback- und Iterationszyklen: Iterative Umsetzung mit regelmässigen Reviews und frühzeitigem Feedback zur schnellen Validierung von Anforderungen, zur Reduktion von Projektrisiken und zur gezielten Anpassung des Projektumfangs.
- Transparente Projektsteuerung: Klare Sichtbarkeit von Zielen, Prioritäten, Fortschritt und Risiken durch Backlogs, Boards, Metriken und regelmässige Abstimmungen zwischen allen Projektbeteiligten.
- Enge Zusammenarbeit mit Auftraggebenden: Kontinuierliche Einbindung der Auftraggebenden in Planung, Priorisierung und Entscheidungsprozesse zur Sicherstellung fachlicher Passgenauigkeit und gemeinsamer Zielverfolgung.
- Inkrementelle Lieferung nutzbarer Ergebnisse: Regelmässige Bereitstellung lauffähiger Teilergebnisse zur frühzeitigen Nutzung, Bewertung und Absicherung von Funktionalität und Qualität.
- Flexibler Umgang mit Änderungen: Strukturierte Aufnahme und Bewertung von Änderungswünschen innerhalb des agilen Rahmens ohne Verlust von Planbarkeit, Qualität oder Transparenz.
Systembetrieb & Wartung
- Containerbasierter Systembetrieb: Bereitstellung und Betrieb von Anwendungen mit Docker, Kubernetes und Helm zur flexiblen, skalierbaren und reproduzierbaren Ausführung in Cloud-, Edge- oder On-Premise-Umgebungen.
- Monitoring, Logging und Backup-Konzepte: Einsatz von Werkzeugen wie Dynatrace, Prometheus und Grafana zur kontinuierlichen Überwachung von Systemzuständen, Performance und Verfügbarkeit sowie automatisierte Backup-Strategien zur Sicherstellung der Betriebskontinuität.
- SLA-basierter Support und Betrieb: Definition und Umsetzung individueller Service-Level-Agreements mit klaren Reaktionszeiten, Verantwortlichkeiten und Eskalationspfaden abgestimmt auf Kundenanforderungen und Kritikalität der Systeme.
- Betriebsübergabe und Dokumentation: Strukturierte Übergabe von Systemen in den Regelbetrieb inklusive Betriebsdokumentation, Notfallkonzepten und klar definierten Betriebsprozessen.
- Patch- und Update-Management: Planung und Durchführung von Sicherheits-, Funktions- und Infrastruktur-Updates mit minimaler Beeinträchtigung des laufenden Betriebs.
- Skalierungs- und Verfügbarkeitskonzepte: Umsetzung von Hochverfügbarkeits-, Redundanz- und Skalierungsstrategien zur stabilen Unterstützung wachsender Nutzerzahlen, Datenmengen oder Funktionsumfänge.
Schulung & Dokumentation
- Praxisschulungen für unterschiedliche Rollen: Durchführung zielgruppenspezifischer Schulungen für Administratoren, Bedienung und Entwicklung zur sicheren Nutzung, zum effizienten Betrieb und zur eigenständigen Weiterentwicklung der Systeme.
- Technische Dokumentation und Wissensmanagement: Erstellung, Pflege und Strukturierung technischer Dokumentationen in Form von Wikis, Handbüchern und interaktiven Lernmodulen zur nachhaltigen Sicherung von Projekt- und Systemwissen.
- Update- und Migrationsleitfäden: Bereitstellung verständlicher Update- und Migrationsguides zur sicheren Einführung neuer Softwareversionen und zur Minimierung von Betriebsrisiken bei Änderungen.
- Betriebs- und Notfalldokumentation: Dokumentation von Betriebsabläufen, Wiederherstellungsprozessen und Notfallszenarien zur Unterstützung stabiler und sicherer Systemlandschaften.
- Wissensübergabe und Enablement: Strukturierte Übergabe von Know-how an interne Teams zur Reduktion externer Abhängigkeiten und zur langfristigen Sicherstellung von Betrieb und Wartung.
